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Flug innerhalb einer Kontrollzone - was zu beachten ist!

Im Mai 2017 bin ich in der Nähe des internationalen Flughafens Münster/Osnabrück (kurz: FMO) innerhalb der Kontrollzone zu einem gewerblichen Drohnenflug aufgestiegen. Hier erfährst Du, welche Genehmigungen dazu notwendig waren und wie ich an diese gekommen bin. 

Der Hintergrund

Mein Auftrag war es, in Greven gewerbliche Luftbildaufnahmen eines privaten Einfamilienhauses anzufertigen. Das Grundstück liegt zwar außerhalb der geschlossenen Ortschaft, aber - wie ich auf den Karten der Apps "UAV Forecast" und "AirMap" unschwer erkennen konnte - innerhalb der Flugkontrollzone (Controlled Airspace CTR) des Flughafens FMO. 

Die Voraussetzungen

Ein Aufstieg innerhalb der Kontrollzone eines internationalen Flughafens ist nicht grundsätzlich verboten. Untersagt ist allerdings ein solcher Flug ohne Einzelerlaubnis bzw. Sondergenehmigung. Die allgemeine Aufstiegserlaubnis, welche für gewerbliche Piloten unbemannter Flugsysteme Pflicht ist, reicht hier nicht aus. Für den Auftrag musste also eine Einzelerlaubnis her.

Allgemeine Aufstiegserlaubnis für das Bundesland NRW 

Als gewerblicher Steuerer eines unbemannten Luftfahrtsystems bin ich in Besitz einer "Allgemeine Aufstiegserlaubnis" für das Bundesland Nordrhein-Westfalen. Die Erlaubnis bekommst Du bei der in Deinem Bundesland zuständigen Bezirksregierung. Mir wurde eine solche Erlaubnis Ende 2016 von der Bezirksregierung Münster für die Dauer von 2 Jahren ausgestellt und kostete mich 200 EUR. Link: www.bezreg-muenster.nrw.de

Flugverkehrskontrollfreigabe des Deutschen Flugsicherung 

Für Aufstiege von Flugmodellen und unbemannten Luftfahrtsysteme ist, abhängig vom Aufstiegsort, nach §21 LuftVO die Einholung einer Flugverkehrskontrollfreigabe erforderlich. Die Kontaktdaten der jeweils zuständigen Flugverkehrskontrollstelle findest Du auf der Webseite der Deutschen Flugsicherung (dfs.de). Die für den Flughafen Münster/Osnabrück zuständige Stelle hat ihren Sitz in Greven. Nach einem kurzen sehr freundlichen Telefonat, bei dem ich mein Vorhaben geschuldet habe, bekam ich eine E-Mail-Adresse, an welche ich meine Anfrage mit alle notwendigen Infos sowie meine Allgemeine Aufstiegserlaubnis als PDF-Anhang per E-Mail formlos stellen sollte. Notwendig sind insbesondere folgende Angaben:

  • Name und Adresse des Steuerers
  • Genauer Aufstiegsort / Grundstück
  • Geplantes Datum des Aufstiegs
  • Geplante Uhrzeit
  • Geplante Flugdauer
  • Luftfahrtsystem inkl. Gewichtsangabe
  • Aufstiegsgrund

Erreichbarkeit während des Flugbetriebs (Mobiltelefon)

Innerhalb kürzester Zeit bekam ich die Rückantwort mit der "vorläufigen Flugverkehrskontollfreigabe" als Dateianhang (siehe auch Link unten) zurück. Die Bezeichnung "vorläufig" ist dadurch bedingt, dass jeder Aufstieg 15 Minuten zuvor beim Flughafen-Kontrollturm telefonisch angekündigt und spätestens 15 min nach der Landung wieder abgemeldet werden muss. Dazu ist in dem Schreiben die direkte Telefon-Durchwahl zum Kontrollturm des FMO (vertraulich) enthalten. Erst nach dem Anruf und der endgültigen Freigabe durch den Tower gilt die Freigabe als erteilt. Link: www.dfs.de

Start- und Landeerlaubnis des Grundstückseigentümers

In der Regel verlangt die lokale Ordnungsbehörde oder die zuständige Polizeidienststelle eine Bestätigung des Grundstückseigentümers oder desjenigen, welchem das Grundstück zur Nutzung überlassen wurde, also des Mieters oder des Pächters. Mit der neuen Drohnenverordnung hat diese Start- und Landeerlaubnis noch an Bedeutung gewonnen.

Da in meinem Fall der Grundstückseigentümer und der Auftraggeber identisch waren, stellte die entsprechenden Genehmigung kein Problem dar. Eine einfache formlose E-Mail mit allen wichtigen Daten reicht hier vollkommen aus.

Übrigens: Auch Öffentliche Parkanlagen haben einen Grundstückseigentümer. So hatte ich bei meinem Drohnenflug Anfang diesen Jahres im Südpark in Münster eine Genehmigung der Immobilienabteilung der Stadtverwaltung Münster vorliegen.

Info an lokale Ordnungsbehörde und / oder zuständige Polizeidienststelle 

Wie in den Bedingungen der Allgemeinen Aufstiegserlaubnis aufgeführt, muss bei Flügen innerhalb geschlossener Ortschaften die lokale Ordnungsbehörde oder die zuständige Polizeidienststelle rechtzeitig informiert werden. Dies sollte idealerweise ein paar Tage vor dem Start erfolgen, um den öffentlichen Stellen genügend Zeit zu geben, Dein Vorhaben zu prüfen und Dich beispielsweise über zeitgleich stattfindende andere Ereignisse (wie geplante andere Drohnenflüge und Tiefflüge, Montgolfiaden, Menschenansammlungen etc.) zu informieren. Außerdem ist so sichergestellt, dass Dein Flug bei den Behörden bekannt ist und mögliche Anfragen von u.a. Anwohnern direkt beantwortet werden können. Im bestimmten Fällen, kann das Ordnungsamt oder die Polizeidienststelle den Flug trotz vorliegender allgemeiner Aufstiegserlaubnis untersagen. 

Der konkrete Ablauf

Nachdem ich alle oben aufgeführten Genehmigung erhalten und die Behörden rechtzeitig informiert hatte, konnte es losgehen. Der Anruf kurz vor dem Start beim Flughafen-Tower war eigentlich nur noch Formsache. Meine Daten lagen den Beamten der dortigen Flugsicherung ja bereits vor, so dass diese informiert waren und mir nach Startfreigabe einen guten Flug wünschten. Bemerkenswert war lediglich, dass zu Beginn des Telefonates eine Bandansage darauf hinwies, dass jedes Telefonat aufgezeichnet wird. Da die eigentliche Freigabe nur mündlich erfolgt, eigentlich eine logische Konsequenz, wie ich finde.

Auf meine Nachfrage, ob ich denn Tower denn nun über jeden Start und jede Landung im Akkulaufzeit-bedingten Abstand von 20min (ich fliege einen DJI Mavic Pro) informieren müsste, wurde mir mitgeteilt, dass ich zur Vereinfachung den Tower lediglich nach Beendigung der Luftaufnahmen abschließend benachrichtigen solle. Gesagt - getan, nach ca. 60 min hatte ich meine Aufnahmen gemacht und beendete meine Aktivitäten mit dem abschließenden Anruf beim Tower des FMO. 

Mein persönliches Fazit

Das ganze Prozedere hört sich sicherlich für einige nach viel Bürokratie an. Stimmt, ist es vielleicht auch. Allerdings sind ein paar Telefonate und E-Mail kein wirkliches Problem und schnell gemacht. Eigentlich bin ich sogar froh, dass es diesen Weg gibt, da ich so sicher bin, dass im Falle eines Falles von mir alles nach bestem Wissen und Gewissen getan wurde, um Problemen und Rechtsverstößen vorzubeugen. Sind es nicht gerade diejenigen Piloten, die einfach mit ihrer Drohne drauflosfliegen auch diejenigen, wegen derer Drohnen aktuell ein Vielfach negatives Image haben? Und auch als gelegentlicher Passagier eines Flugzeugs finde ich es beruhigend, dass Drohnenflüge in Flughafennähe angemeldet werden müssen, so dass die Flugsicherung ein Auge darauf haben kann.

Schließlich möchte ich mich ausnahmslos bei allen öffentlichen Stellen für ihre korrekte aber gleichzeitig sehr freundliche Art bedanken. Die Bezirksregierung Münster, die Deutsche Flugsicherung, die Stadtverwaltung in Greven und die zuständige Polizeidienststelle in Steinfurt - alle haben mich, als Neuling der Materie, ernst genommen und mich im Rahmen ihrer Möglichkeiten mit allen erforderlichen Informationen versorgt. Alle Genehmigung und Bestätigungen kamen in der gebotenen Zeit und vollkommen problemlos.

Ich hoffe, dass ich Dir mit diesem Beitrag ein paar hilfreiche Infos gegeben habe, die Du bei Deinem nächsten genehmigungspflichtigen Drohnenflug nutzen kannst.

Stephan Rosenberger  

 

 

PS: Hier unten habe ich den Link zu meiner "vorläufigen Flugverkehrsfreigabe" der Deutschen Flugsicherung GmbH angehängt. Es handelt ich um das Original, lediglich die Namen, Adressen und Uhrzeiten sind geschwärzt.

 

 

 

Meine Empfehlung für Interview-Aufnahmen mit Smartphone oder Digitalkamera. Viel Soundqualität beim Rode smartLav+ Ansteck-Mikrofon für wenig Geld. 

 Rode smartLav+ Lavalier-Mikrofon für Smartphone/Tablet und Digitalkamera


Wofür ich das Mikrofon einsetzte
Ich nutze das Rode smartLav+ Lavalier-Mikrofon sowohl an meinem iPhone als auch an meiner Canon EOS D70 zur Aufnahme von Interviews in YouTube-Videos. Für den Anschluss an die DSLR-Kamera verwende ich den Rode TRRS-auf-TRS-Adapter (4-polig auf 3-polig), da bei Smartphones oder Tablets in den meisten Fällen Mikrofon- und Kopfhörer über nur einen Klinkenstecker angeschlossen werden.

Wenn man nicht das in den Smartphone eingebaute Mikrofon nutzen möchte oder kann, gibt es natürlich viele Möglichkeiten zur Aufnahme von Audio in guter Qualität ... alle haben ihre Vor- und Nachteile.

Entfesselte Audio-Aufnahme
Wenn ich bei einem Video den Ton nicht kabel-gebunden aufnehmen möchte, weil ich beispielsweise zu weit von der Kamera entfernt bin oder mich viel bewege und ein Kabel dabei stören würde, dann ist die Aufnahme des Tons per Smartphone und smartLav+, im Vergleich zu den häufig genutzten Funklösungen, eine einfache und vergleichsweise kostengünstige Alternative, die eine sehr gute Tonqualität liefert.

Ich stecke das Mikrofon einfach irgendwo an der Kleidung fest, das iPhone in die Tasche und los geht's. Für die Aufnahme nutze ich übrigens die "Rode-Rec"-App! (kostet ca. 5€ im App Store) Nachteil ist natürlich, dass ich Audio und Video getrennt aufnehme und nachher beim Schneiden beides wieder synchron übereinander legen muss. Solange ich aber - wie bei Interviews - nur eine Audio-Spur habe, hält sich der Aufwand aber wirklich in Grenzen.

Kabelgebundene Audio-Aufnahme
Wer den Nachteil des "Zusammen-Schneidens" scheut und auch nicht über eine teure Funklösung verfügt, für den ist das Rode smartLav+ in Verbindung mit dem 4-poligen Rode SC1 Verlängerungskabel eine ebenfalls günstige Lösung. Entfernungen zwischen Kamera und Audio-Quelle von bis zu 6 Meter lassen sich so ohne problemlos überbrücken. Ich habe bei dieser Kabellänge keinerlei Qualitätsverlust oder Rauschen entdecken können. Aber Achtung: Du benötigst für den Anschluss an eine DSLR-Kamera (wie meine Canon EOS D70) den Rode TRRS-auf-TRS-Adapter, da die Mikrofon-Buchse an der Kamera nur TRS (3-polig) unterstützt.

Mein Fazit: Das Rode smartLav+ liefert gute bis sehr gute Ergebnisse bei einem ausgewogenen Preis- Leistungsverhältnis. Wahrscheinlich wird es Mikrofone geben, die eine noch bessere Audio-Qualität liefern. Allerdings sind solche Mikrofone dann häufig für einen ganz anderen Einsatzfall gebaut worden (bspw. Richtmikrofone) und in der Regel wesentlich teurer. Für meinen Einsatzfall bin ich mehr als zufrieden.

Zum Einsatz an Android-Geräten habe ich leider keine Erfahrungen.

Rode smartLav+ Lavalier-Mikrofon für Smartphone/Tablet
Rode TRRS auf TRS Adapter schwarz
Rode SC1-Kabel

Solides Arbeitspferd für Anfänger und anspruchsvolle Fotografen

Mit der Canon EOS 70D habe ich Anfang 2014 meine Fotoausrüstung um ein weiteres Modell aus der EOS Reihe von Canon erweitert. Zuvor hatte ich schon Erfahrungen mit der EOS 100 (analog) und der EOS 350D gemacht. Auch wenn die EOS 70D im Oktober 2016 bereits durch das Nachfolgemodell 80D abgelöst wurde, möchte ich hier einen persönlichen Langzeit-Erfahrungsbericht geben.

 

Canon EOS 70D SLR-Digitalkamera (20,2 Megapixel, 7,6 cm (3 Zoll) Display, APS-C CMOS Sensor, Full HD, WiFi, DIGIC 5+ Prozessor) nur Gehäuse schwarz

Im Unterschied zur Vorgängerin 60D brachte Canon Ende 2013 bei der 70D mit dem Touchscreen der 700D, der WLAN-Funktion der 6D und dem schnellen AF-Modul der 7D, ein paar Features zusammen, die bis dahin anderen Modellen vorbehalten waren. Hinzu kam ein völlig neuartiges Verfahren für den Autofokus im Live-Modus und bei Video-Aufnahmen.

Ergonomie und Verarbeitung 

Wer schon eine Canon aus der EOS-Reihe besitzt, wird wie ich feststellen, dass die EOS-Produktrehe hinsichtlich Ergonomie und Verarbeitung kaum Wünsche offen lässt. Äußerlich ähneln sich die aktuellen Mittelklasse-Modelle sehr. Die 70D liegt gut in der Hand, ist auf der Ober- und Rückseite mit vielen nützlichen Bedienelementen ausgestattet und ist – trotz der üblichen Kunststoff-Hülle – robust gebaut.   

Das dreh- und klappbare Display ist mit über einer Million Pixeln hochauflösend und auch Outdoor bei Sonne ausreichend hell, so dass im Live-View-Modus Aufnahmen selbst aus ungewöhnlichen Perspektiven möglich sind, ohne dass Du Dich als Fotograf verrenken musst. Zwar ist die EOS 70D in erster Linie eine klassische digitale Spiegelreflexkamera mit optischem Sucher, ich nutze den Live-View-Modus aber hin und wieder für Aufnahmen in Bodennähe, Makro- und Überkopf-Aufnahmen, Selfies und natürlich bei Video-Aufnahmen.

Ausstattung 

Als erfahrener Hobby-Fotograf hat es mir die EOS 70D von Anfang an leicht gemacht. Dank der verschiedenen Modi konnte ich, dank der zahlreichen Automatik-Funktionen sowohl völlig unbeschwert drauflos fotografieren als auch mit Hilfe der manuellen Einstellmöglichkeiten kreative Projekte umsetzen. Und genau dieses breite Spektrum an Möglichkeiten der 70D nutze ich bis heute.

Die automatische Motiverkennung, bei der die Kamera alles selbstständig regelt und die diversen Automatik-Funktionen sowie Kreativ-Programme unterstützen mich, wenn es einmal, wie beispielsweise im Urlaub oder bei einem Spaziergang, schnell gehen muss und keine Zeit für Einstellungen bleibt.

Canon hat die EOS 70D zwar üppig mit Automatik-Funktionen für das Ad-hoc-Fotografieren versehen, trotzdem richtet sich die Kamera ganz klar auch an anspruchsvolle Fotografen. Egal ob freigestellte Porträts, Langzeitbelichtung, Gegenlichtaufnahmen oder sich schnell bewegende Motive, mit der Programm-, Blenden-, oder Zeitautomatik sowie der manuellen Belichtungssteuerung und dem schnellen Autofokus der 70D lassen sich auch kreative Projekte oder schwierige Aufnahmesituationen bestens meistern.

Bildbearbeitung einen ganzen Strauß an Optionen. Die werden spätestens dann wichtig, wenn Aufnahmen rasch veröffentlicht oder weitergegeben werden sollen. Das geht mit der EOS 70D übrigens drahtlos, die Kamera ist mit einer

Dank der bereits erwähnten WLAN-Funktion kann die Kamera nicht nur Aufnahmen an andere Geräte senden, sondern die EOS 70D lässt sich auf diese Weise auch per „EOS Remote“-App (erhältlich für Android und iOS) mit fast jedem Smartphone oder Tablet fernsteuern.   

Objektiv 

Auch für das Thema „Objektive“ gilt, dass es vorteilhaft ist, wenn man schon eine Canon aus der EOS-Reihe besitzt. Kann man doch alle EF-S Objektive von Canon oder Drittanbietern wie Sigma oder Tamron problemlos auch an der 70D betreiben.

Ich selbst habe die EOS 70D im Set zusammen mit dem Objektiv Canon EF-S 18-55mm 3.5-5.6 IS STM gekauft und konnte meine alten Objektive (u.a. ein Sigma 17-70 mm 2,8-4,0 DC Makro und ein Canon EF 75-300mm 4-5.6 III USM) weiternutzen. Das Kürzel STM in der Bezeichnung des Kit-Objektives steht für Stepping-Motor und bezeichnet die damals neue Art des Fokusantriebs. Er führt den Fokus bei Videoaufnahmen weich und – im Unterschied zum USM-Antrieb - praktisch geräuschlos nach. Außerdem ist das EF-S 18-55mm 3.5-5.6 IS STM, dessen Kunststoff-Bauweise keinesfalls an der Qualität zweifeln lässt mit einem optischen Bildstabilisator ausgestattet, der sich in der Praxis – insbesondere bei Freihand-Aufnahmen - als wirkungsvoll erwies und sich mit einem Schieber am Objektiv deaktivieren lässt.

Bildqualität 

Der Sensor der EOS 70D löst mit 20,2 Megapixel auf, im Vergleich zu den 18,0 Megapixel des Vorgängers EOS 60D und den 24,2 Megapixel des Nachfolgemodels EOS 80D. Megapixel sind natürlich nicht alles, aber bevor ich ausführlich auf die technischen Details eingehe, verweise ich an dieser Stelle auf die hierzu in diversen Fachzeitschriften und im Internet veröffentlichten Testberichte, welche in den nun mehr als 3-jährigen Lebenszyklus der Kamera mit den unterschiedlichsten Objektive erstellt wurden.

Meine Erfahrungen mit der EOS 70D hinsichtlich der Bildqualität sind durchweg positiv. Sowohl Kontrast,  Bildschärfe, Rauschunterdrückung als auch Bildeindruck sind für meine Zwecke mehr als ausreichend. Auch der Hang zu überbelichteten Aufnahmen, welcher der 70D bei der internen Bildaufbereitung nachgesagt wird, stellte für mich in der Praxis kein Problem dar, lässt sich das ja mit einem Handgriff bereits vor der Aufnahme korrigieren. Hinzu kommt, dass ich überall wo es darauf ankommt, sowieso im RAW-Format fotografiere, so dass mir bei der Bild-Nachbearbeitung (beispielsweise mit Adobe Lightroom und/oder Photoshop) alle Möglichkeiten der Optimierung offen stehen.     

Mein Fazit 

Als klassische digitale Spiegelreflexkamera überzeugt mich die EOS 70D mit ihrem guten Handling, dem immensen Ausstattungsumfang, der makellosen Verarbeitungsqualität sowie ihrem schnellen Autofokus. Wer keine Vollformat-Kamera benötigt und über die kräftige internen Bildbearbeitung hinwegsieht oder im RAW-Format fotografiert, der hat mit der EOS 70D ein klassisches Arbeitspferd, das praktisch jede Aufnahmesituation bei der Foto- und Videoerstellung mühelos meistert. 

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Mobile Video- & Bildstabilisierung für Smartphone-Filmemacher und -Fotografen

   DJI Osmo Mobile - Handheld-Gimbal für Mobiltelefon schwarz 

Im November 2016, nachdem ich die ersten Reviews bei YouTube zum DJI Osmo Mobile gesehen hatte, war für mich klar: Das Teil muss ich haben! :) Nach teilweise bereits intensivem Gebrauch, möchte ich hier einen ersten persönlichen Erfahrungsbericht abgeben und ziehe mein erstes Fazit.

Warum eigentlich ein Gimbal?
Moderne Smartphones machen immer bessere Foto- und Videoaufnahmen. Wenn ich aber ein Video mit dem Handy aufnehme und mich dabei bewege, habe ich die Erfahrung gemacht, dass sich jede meiner Eigenbewegungen auf die Aufnahme auswirken. Mit Hilfe eines Handheld-Gimbals werden ungewollte Bewegungen, die beim Gehen oder bei Schwenks schnell zu Verwacklungen und unschönen Bildeffekten führen, fast vollständig kompensiert.

Beim DJI Osmo Mobile sorgt die ausgereifte 3-Achsen-Gimbal-Technologie, die bereits bei modernen Multikoptern oder beim DJI Osmo zum Einsatz kommt, für eine Kompensation ungewollter Bewegungen und Stöße. Im Unterschied zu den anderen OSMO-Systemen von DJI hat der Osmo Mobile keine eigene Kamera, sondern kann in der Halterung jedes aktuelle Smartphone aufnehmen.

Ergonomie und Verarbeitung
Das Handy, ich verwende aktuell ein iPhone 6, lässt sich mit einem Handgriff mühelos einlegen und mit einem Drehrad in der Halterung sicher arretieren. Wird der DJI Osmo Mobile angeschaltet, tariert sich das Gerät selbstständig aus, so dass bei aufrechtem Gimbal das Smartphone quer zum Horizont in der Aufhängung liegt. Ab nun reagieren die in 3 Richtungen ausgerichteten Motoren mit schnellen und extrem exakten sowie fast geräuschlosen Gegenbewegungen auf jede Positionsveränderung. Das Resultat sind butterweiche und fast verwackelungfreie Smartphone-Videos, wie sie eigentlich nur professionellen Kamerateams vorbehalten sind.

Der DJI Osmo Mobile hat eine gute Haptik, liegt gut in der Hand und ist ausgesprochen hochwertig verarbeitet. Insgesamt macht das System einen sehr soliden und ansprechenden Eindruck auf mich.

Kompatibilität
Der DJI Osmo Mobile ist kompatibel mit nahezu allen erhältlichen Smartphones, welche eine Breite von 58,6 mm bis max. 84,8 mm haben und eine Dicke von bis zu 8,4 mm nicht überschreiten. Die kostenlose DJI App ist sowohl für Android-Geräte als auch für iPhone verfügbar und wird via Bluetooth mit dem Gimbal gekoppelt. Allerdings sind einige Funktionen (siehe unten) ausschließlich für iOS-Geräte verfügbar.

Features und Funktionen
Durch die Verwendung des eigenen Smartphones sind die Möglichkeiten für Video- und Fotoaufnahmen naturgemäß auf die Leistungsfähigkeit der Handykamera begrenzt. Da die Entwicklung der in Smartphones verbauten Digitalkameras aber immer weiter voranschreitet, sehe ich diese Einschränkung langfristig eher als Vorteil im Sinne eines Investitionsschutzes – wird doch der DJI Osmo Mobile sehr wahrscheinlich auch die nächste und übernächste Handygeneration aufnehmen und deren zukünftigen Möglichkeiten über App nutzen können.

Video

Active Tracking
Mit der DJI App lässt sich ein Objekt (oder eine Person) dauerhaft fokussieren und verfolgen. Das Objekt wird dafür zuvor auf dem Bildschirm des Smartphones markiert. Bewegt sich der Filmemacher oder das Objekt, dann dreht sich das System mit Hilfe der 3 Achsen automatisch mit, so dass der markierte Bereich immer im Fokus bleibt. Das Tracking funktioniert dabei umso besser, je besser die Bedingungen sind. Insbesondere wenn der Kontrast zwischen dem zu verfolgenden Objekt und dem Hintergrund hoch ist, gelingt die Verfolgung sehr zuverlässig. Und selbst wenn der DJI Osmo Mobile das Objekt einmal kurz aus dem markieren Bereich verliert, nimmt der DJI Osmo Mobile das Tracking sofort wieder auf, sobald das Objekt wieder im Sichtfeld erscheint und erkannt wird.

Motion Timelapse
Mit Hilfe dieses Features lassen sich Zeitrafferaufnahmen mit Kameraschwenks sehr einfach und intuitiv aufnehmen. Dabei werden in der DJI App zuerst bis zu 5 Punkte festgelegt, die später von der Kamera nacheinander angefahren werden sollen. Bevor die Aufnahme startet, wird noch eingestellt, mit welchem zeitlichen Abstand Fotos über welche Zeitspanne gemacht werden sollen. Der DJI Osmo Mobile bewegt nach dem Start die Smartphone-Kamera automatisch in der festgelegten Zeit über die definierten Positionen und macht Fotos. Am Ende erstellt die DJI App vollautomatisch ein Zeitraffervideo.

Hier noch weitere, aus meiner Sicht zwei weitere nützliche Video-Funktionen:

  • Slowmotion – Damit erstelle ich sehr weiche Slowmotion-Videos, selbst wenn ich mich dabei  permanent selbst bewege.
  • Live Streaming – Im Live-Broadcast-Modus können Videos via YouTube live geteilt oder direkt live auf Facebook übertragen werden. Dabei ist das nahtlose Umschalten zwischen Selfie- und Rückkamera per Trigger-Taste am Stab des DJI Osmo Mobile sehr praktisch.

Foto
Die iOS-Version der DJI GO App erlaubt die manuelle Kontrolle über Belichtungszeit, ISO und Weißabgleich, direkt von deinem Smartphone. Auch wenn ich als iPhone-Benutzer selbst nicht betroffen bin, finde ich es schade, dass dies zu den Funktionen gehört, welche unter Android derzeit leider nicht zur Verfügung stehen.

Panorama
In Verbindung mit einem Stativ oder dem Standfuß können vollautomatisch wahlweise 180°- oder 330°-Grad-Panorama­aufnahmen erstellt werden, wobei der DJI Osmo Mobile das Smartphone selbständig ausrichtet,  schwenkt und bei jeder Aufnahme vollkommen ruhig hält. Die in die App hierfür integrierte Panorama-Funktion ist in der Lage, neun Aufnahmen gleichzeitig festzuhalten und diese anschließend zu einem Panoramabild zu verbinden.

Langzeitbelichtung
Langzeitbelichtungen sind mit Smartphones grundsätzlich eher schwierig. Da der DJI Osmo Mobile das Handy aber stabilisiert, kann die Belichtungszeit mit Hilfe der „Long Exposure Funktion“ der App auf bis zu eine Sekunde erhöht werden, ohne unscharfe Aufnahmen zu verursachen. In Kombination mit einem Stativ gelingen so beispielsweise auch Nachtaufnahmen. Einfach den DJI Osmo Mobile auf einem Stativ montieren, gen Himmel ausrichten und per Knopfdruck traumhafte Panoramen vom Sternenhimmel aufnehmen.

Mein Fazit
Der DJI Osmo Mobile ermöglicht mir wackelfreie und qualitativ hochwertige Aufnahmen und verwandelt mein aktuelles Smartphone (iPhone 6) in eine professionelle Kamera und wird dies, Dank der Trennung von Kamera und Handheld Gimbal, wohl auch zukünftig tun. Außerdem sorgen die kompakte Konstruktion und die leichte Handhabung dafür, dass der DJI Osmo Mobile unterwegs und auf Reisen mein ständiger Begleiter sein wird.

 

Blitzlichtgewitter – der Fotomarathon in Osnabrück

 

Am 19. Juli 2014 startete der erste Osnabrücker Fotomarathon. Die Teilnehmer hatten 8 Stunden Zeit für 12 Themenfotos, die in der richtigen Reihenfolge geknipst werden mussten. Das hört sich jetzt einfach an, aber einen Marathon sollte niemand unterschätzen.

 

https://youtu.be/G0MQrN594L8 

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